+++Pressemitteilung+++
Leipziger Oliver Strotzer zum Bundesvorsitzenden der SPD queer gewählt – morgen VA 20 Jahre coming out in Politik

Morgen Podium zu 20 Jahre Coming-out in der Politik “Das ist auch gut so.“  mit Klaus Wowereit, Barbara Hendricks und Kevin Kühnert.

Holger Mann, SPD-Stadtverbandvorsitzender: „Das ist richtig gut so: Die Wahl des Leipzigers Oliver Strotzer zum Bundesvorsitzenden der SPD queer ist eine verdiente Anerkennung. Eine Anerkennung der Arbeit, die er und die Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung (AG queer) in der SPD Leipzig für die queere Gemeinschaft und deren Interessen leistet.”

Rocco Hahn, Vorsitzender SPD queer Leipzig: „Mit Oliver Strotzer ist zum ersten Mal ein Leipziger Vorsitzender einer Bundesarbeitsgemeinschaft der SPD geworden. Gemeinsam mit Carola Ebhardt aus Hamburg, wurde er jetzt auch per Briefwahl offiziell als Ko-Bundesvorsitzender der SPD queer bestätigt. Darauf sind wir sehr stolz, weil es wertschätzt, dass viele Fortschritte in der Antidiskriminierungsarbeit für LSBTIQ* von der SPD queer angestoßen und begleitet wurden.“

Oliver Strotzer (Co-Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender der SPD queer): „Ich freue mich sehr, auf die vor mir liegenden Aufgaben. Trotz Öffnung der Ehe für alle und anderer rechtlicher Fortschritte, sind Homo- und Transfeindlichkeit in Deutschland noch immer weit verbreitet. Die rechtliche Gleichstellung, z.B. im Familienrecht oder beim Transsexuellengesetz, kommt noch immer nicht voran. Das liegt hauptsächlich an der Blockade von CDU/CSU im Bund.

Deshalb spreche ich mich klar für neue progressive Mehrheiten aus. Als SPD queer kämpfen wir für ein Selbstbestimmungsrecht für Trans* Menschen, die Gleichstellung von Regenbogenfamilien und die Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes um die Merkmale der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität. Alle Menschen sollen in unserer Gesellschaft, unabhängig von Ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität, frei von Angst und Diskriminierung leben können.“

Veranstaltungshinweis: Morgen lädt die SPD queer anlässlich des 20. Jahrestages des legendären „Ich bin schwul und das ist auch gut so. – 20 Jahre Coming Out in der deutschen Politik“ zum Podium aus Berlin. Gestreamt wird am morgigen Mittwoch, den 9. Juni ab 14 Uhr hier: https://fb.me/e/A2NBQLVZ

Am 10. Juni jährt sich zum 20. Mal eines der wichtigsten Coming-Outs der deutschen Politik. Als erster Spitzenpolitiker Deutschlands, hatte sich Klaus Wowereit am 10. Juni 2001 auf dem Nominierungsparteitag der Berliner SPD mit dem legendären Satz: Ich bin schwul und das ist auch gut so! geoutet. Mit seinem Wahlsieg konnte er die Vorurteile beseitigen, dass ein Coming-Out schädlich für eine politische Karriere wäre.

Er bereitete damit Generationen von LSBTIQ*-Politiker*innen in Deutschland den Weg und veränderte den Umgang von Medien und Öffentlichkeit mit der sexuellen Orientierung von Spitzenpolitiker*innen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollen wir dieses historische Ereignis würdigen und mit drei der bekanntesten queeren Politiker*innen der SPD über deren Coming-Out und die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre sprechen.

Es diskutieren:

  • Barbara Hendricks, MdB und Bundesumweltministerin a.D.
  • Kevin Kühnert, stellv. Parteivorsitzender der SPD
  • Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin a.D.
  • Moderation: Margot Schlönzke

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der CSD-Woche in Leipzig sind in Vorbereitung.

Hintergrund:

Die SPDqueer wurde 1978 gegründet und ist die älteste queerpolitische Organisation einer deutschen Partei (1978). Seit 2011 ist sie eine vollwertige Arbeitsgemeinschaft der SPD mit allen Antrags- und Beratungsrechten, sowie eigener Budgethoheit.


Holger Mann, MdL

Vorsitzender der SPD Leipzig