+++ Pressemitteilung der SPD Leipzig++++

Kein Ring für Querdenken und gemischtes Fazit

Die SPD Leipzig beteiligte sich am 6. November an den zahlreichen Protestkundgebungen vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ gegen die bundesweite Querdenker-Demo in Leipzig.

Dazu erklärt Irena Rudolph-Kokot, Vorsitzende der SPD Leipzig: “Die Szenen, wie am 7. November 2020 als über 20.000 Menschen ohne Masken, Ab- und Anstand in unserer Stadt demonstrierten und den Marsch um den Ring instrumentalisierten, haben sich zum Glück nicht wiederholt. Die Polizei war deutlich konsequenter. Allerdings gelang es den geschätzt 1500 Querdenker:innen und anwesenden Rechten in die Innenstadt und Peripherie auszubrechen und in Kleingruppen die Gegend unsicher zu machen. Zeitweise war auch die Versammlung des DGB auf dem Augustusplatz ungesichert. Wie die Polizei eine solche unübersichtliche Lage durch das Öffnen einer Kette zulassen konnte, wird aufgeklärt werden müssen.“

Julia Kneisel, Stellvertretende Vorsitzende ergänzt: „Das Bild der Querdenken-Bewegung zeigte sich noch einmal radikalisierter und wieder haben sich Querdenken-Teilnehmende nicht an die Auflagen gehalten, wieder verletzten sie auch Journalist:innen und Polizist:innen. Auch viele bekannte rechte Akteure waren anwesend, was die Einordnung der Behörden hoffentlich noch einmal schärfen wird. An manchen Stellen agierte auch die Versammlungsbehörde nicht nachvollziehbar, was an der Goethestraße unangenehme Folgen für Versammlungsteilnehmende des Protestes nach sich zog.“

„Insgesamt kann man ein gemischtes Fazit ziehen. In der Stadt Leipzig wurde klar gemacht, Querdenken wollen wir hier nicht haben, auch durch eine klare Polizeipräsenz. Der Ring wurde nicht wiederholt missbraucht. Aber die zeitweiligen Aufzüge in der Innenstadt wären zu verhindern gewesen. An vielen Stellen war es dann die Leipziger Zivilgesellschaft, die eine Platznahme verhinderte. Vielen Dank an die vielen Menschen in Leipzig, die sich an den friedlichen Protesten beteiligt haben“, so Rudolph-Kokot und Kneisel abschließend.

Irena Rudolph-Kokot, Co-Vorsitzende der SPD Leipzig, 7. November 2021