Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratitscher Frauen

 

Feminismus verstehen wir als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, welche die juristische und faktische Gleichstellung von Frauen* und Männern* zum Ziel hat. 

Der Forderung nach Gleichberechtigung soll durch Gestaltung des juristischen Rahmens, den sozialen und wirtschaftlichen Konditionen, sowie Sensibilisierung für dieses Anliegen im Bereich der politische Institutionen, Familie, Partnerschaft, Bildung und Ausbildung, Berufsleben und berufliche Entwicklung Nachdruck verliehen werden.

Unsere Arbeitsgemeinschaft wurde am 30.01.1990 gegründet und ist damit die älteste ASF in den neuen Bundesländern. Sie umfasst automatisch alle weiblichen SPD-Mitglieder Leipzigs. 

Derzeit befinden wir uns in der Reaktivierung der ASF Leipzig und wollen Frauen* in Zukunft eine Plattform für Austausch und Vernetzung bieten und laden hierzu gerne alle Frauen* der SPD und Interessentinnen* herzlich ein.

Bei Fragen, Ideen und Anliegen jeglicher Art kontaktiere uns gerne ganz unten.
Für tagesaktuelle Infos folge uns hier:

Wir wollen uns möglichst breit aufstellen und Eure Projekte verwirklichen! Daher kann es an dieser Stelle nur einen kurzen Einblick in mögliche Bereiche geben, die  in vielfältiger Weise erweiterbar sind. Kommt gerne auf uns zu!

Im Vordergrund stehen die gemeinsame (theoretische) Arbeit zur Stärkung und Weiterentwicklung von Frauen* und der Austausch über praktische Ansätze von Gleichstellungspolitik. Konkret beinhaltet dies z. B.: 

  • Arbeit an Ideen, Begriffen und Theorien, die den gesamten Themenkomplex berühren
  • Diskussion über den männlichen Maßstab und die Folge für Frauen*
  • Austausch von Erfahrungswerten
  • Diskussion über den skandinavischen Weg (Betrachtung von Frauenförderung gemeinsam mit dem Wandel der Geschlechterrollen, auch von Männern*)

Wir wollen uns außerdem einsetzen für:

  • Teilhabe an Führungspositionen gegen die gläserne Decke und für die durchgehend paritätische Besetzung der Wahllisten.
  • Chancengleichheit, d.h. gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Frauen* verdienen auf die Gesamterwerbszeit gerechnet ca. die Hälfte der Männer*). Vereinbarung von Beruf und Familie bzw. Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Denn die Hauptlast der Erziehungsarbeit liegt weiterhin vor allem bei den Müttern. Insgesamt betrifft der Komplex “unbezahlte Care-Arbeit” vor allem Frauen* und muss (wirtschaftspolitisch) thematisiert werden.
  • Respekt, d.h. gegen Gewalt in jeder Form und Thematisierung von Gewalt gegen Frauen* als Frauen* (bspw. Femizide). Wir zählen zu einem respektvollen Verhalten auch eine geschlechtergerechte Sprache, die sich um die Würde aller Angesprochenen bemüht.

Wir treffen uns immer am letzten Dienstag im Monat, ab 19:30 Uhr, zum Austausch und gelegentlichen Veranstaltungen. Eingeladen sind alle Frauen* der SPD Leipzig und sonstige Interessentinnen*.

Wir fordern die paritätische Besetzung der Kommunalwahllisten 2024 für eine ausgeglichene Besetzung unserer Fraktion im Stadtrat. 

Neben dem Vorstoß unserer Bundespartei zur “Frauenquote” bei börsennotierten Unternehmen, fordern wir nicht nur die Gleichstellung im wirtschaftlichen, sondern auch im politischen Bereich. Auch wenn dementsprechende Bestrebungen bspw. in Thüringen/Brandenburg bislang scheiterten, sollten wir uns davon nicht entmutigen lassen unsere Forderungen aufrecht zu erhalten. Dazu gehört auch die Förderung des Engagements von Frauen/Familien in öffentlichen Gremien und Organen, z.B. durch Bereitstellung von Kinderbetreuung oder entsprechenden Zuschüssen.

Die Stadt Leipzig hat sich dazu entschieden, dass das Thema “Vergabe und Wirtschaft” vorerst nicht weiter betrieben wird. Wir sehen die Prüfung von Vergabeordnungen und -praktiken der Stadt Leipzig sowie die Sensibilisierung für Gender Budgeting, d.h. die Betrachtung von finanziellen Maßnahmen mit Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit, als ein absolutes Muss hin zu einer faktischen Gleichstellung, denn diese hängt in unserer Gesellschaft maßgeblich an wirtschaftlichen Möglichkeiten! 

Innerhalb der Partei wollen wir zur Sichtbarmachung von Frauen*netzwerken auf Versammlungen aufmerksam machen.

Vorstand

Nadja Meißner (Vorsitzende); Nadine Berger und Julia Kneisel (stellvertretende Vorsitzende); Sara Winsel (Beisitzerin)

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