+++Pressemitteilung+++
1. Schritt zum Schutz der Arbeitnehmerrechte bei Durstexpress
Sozialdemokrat*innen solidarisieren sich mit Mitarbeiter*innen, Gespräche vor Ort

Daniela Kolbe, MdB: „Wir führten heute zahlreiche Gespräche mit Mitarbeiter*innen bei Durstexpress, um uns aus erster Hand über ihre Situation zu informieren und unterstützten symbolisch ihren Kampf um einen geordneten Betriebsübergang und gegen die drohenden Kündigungen.“

Holger Mann, MdL, SPD-Stadtvorsitzender: „Wir begrüßen, dass – mit der heutigen Betriebsversammlung und gewählten Wahlvorständen – der erste Schritt zu einem Betriebsrat und damit der Möglichkeit zu geordneten Verhandlungen für die Arbeitnehmerseite geschaffen worden.

Wir finden es dagegen fragwürdig, dass das Unternehmen Oetker offensichtlich versucht, Mitarbeiter*innen im Bewerbungsprozess bei Flaschenpost zur Aufgabe ihrer Arbeitnehmerrechte und sozialen Absicherung per Aufhebungsvertrag zu bewegen.“

Nadja Sthamer, OV-Vorsitzende: „In den Gesprächen mit den Mitarbeiter*innen wurde klar, wie dramatisch die aktuelle Situation für Einzelne ist. Wir unterstützen sie insbesondere in ihrem Bestreben sich nicht zu Aufhebungsverträgen seitens des Unternehmens drängen zu lassen und Einkommenseinbußen beim Übergang von Durstexpress zu Flaschenpost nicht kritiklos zu akzeptieren.“

Irena Rudolph-Kokot, stv. Vorsitzende & Vorsitzende der AfA SPD Sachsen: „Wir halten unsere Forderung nach einem geordneten Betriebsübergang aufrecht. Wer in der Corona-Zeit 500 Menschen in ungelernten Jobs einfach entlässt, stürzt viele in existenzielle Not. Das wollen wir verhindern.“

Christopher Zenker, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion: „Wir werden das Leipziger Wirtschaftsdezernat bitten, sich gegenüber dem Oetker-Konzern dafür einzusetzen, dass die Mitarbeiter übernommen werden.“

Hintergrund:

Am heutigen 23. Januar haben ca. 150 Beschäftigte von Durstexpress Leipzig einen Wahlvorstand als Schritt zur Vorbereitung von Betriebsratswahlen gewählt. Zahlreiche Mitglieder der SPD Leipzig haben sich vor Ort bei der Betriebsversammlung von Durstexpress in Eutritzsch mit den Anliegen der Beschäftigten solidarisiert. Sie führten Gespräche mit den Mitarbeiter*innen, Aktiven der Gewerkschaft NGG und anwesenden Vertretern anderer demokratischer Parteien.

Vor Ort waren u.a. die Abgeordneten Daniela Kolbe, MdB und Holger Mann, MdL, SPD-Stadtvorsitzender, Irena Rudolph-Kokot, stv. SPD-Stadtvorsitzende & AfA-LV, die Stadträte Christopher Zenker, Fraktionsvorsitzender (Süd) und Christina März (Nord) sowie die Ortsvereinsvorsitzenden Nils Franke (Nord) und Nadja Sthamer (Südost), sowie viele Mitglieder des Ortsvereins Nord und der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA).

Holger Mann
Vorsitzender der SPD Leipzig